Kulturelle Unterschiede dämpfen die Goldgräberstimmung im deutschen Investmentmarkt
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September 6, 2018

Noch vor wenigen Jahren strömte Kapital aus China unaufhörlich nach Nordamerika, denn die Vereinigten Staaten waren ein vielversprechender Investmentmarkt für Firmen aus der Volksrepublik. Doch Importzölle und der aufflammende Handelskrieg mit der Regierung Trump sowie eine stetige Verschärfung der Regulierungen für Inbound M&A-Aktivitäten machen den US-Markt für chinesische Investoren zunehmend unattraktiver – sie wenden sich deshalb nach Europa.

Im Zuge der genannten Entwicklungen orientieren sich chinesische Firmen und Private Equity Funds auch zunehmend nach Deutschland. Die chinesische Industrie hat Milliarden Dollar an Investitionsvolumen und befindet sich im Umbruch: Einerseits finden rasante Innovationen statt, andererseits will China weg vom Image der „billigen verlängerten Werkbank“, das der Volksrepublik noch immer anhängt. Deshalb suchen chinesische Firmen händeringend nach deutschen Technologie- und IT-Unternehmen, in die sie investieren können. Denn Deutschland ist, wie die gesamte EU, trotz des bevorstehenden Brexits ein politisch stabiler, attraktiver Investmentmarkt.

Doch trotz dieser Goldgräberstimmung ist Vorsicht geboten. Denn M&A-Aktivitäten durch chinesische Investoren stellen deutsche Firmen oft vor große Herausforderungen. Vor allem kulturelle Unterschiede und eine andere Geschäftskultur erschweren einen reibungslosen Ablauf. Eine schnelle Transaktionsumsetzung innerhalb weniger Wochen ist wegen langsamer Entscheidungsprozesse in chinesischen Unternehmen oft nicht möglich. Denn strenge Hierarchien und Bürokratie bremsen Transaktionen trotz hoher Erwartungshaltungen oft aus.

„Chinesische Firmen stehen sich oft selbst im Weg“, erklärt Jürgen Zapf, Managing Director bei Alvarez & Marsal in Deutschland. „Zwar gibt es auch positive Beispiele für gelungene M&As, doch allzu oft fallen chinesische Investoren in alte Handlungsmuster zurück, während deutsche Firmen oftmals nicht wissen, wie sie damit umgehen müssen. Es ist eine Lernkurve auf beiden Seiten nötig, damit Transaktionen reibungslos über die Bühne gehen. Wir empfehlen deutschen Unternehmen, sich einen Beratungspartner, der in beiden Regionen aktiv ist, für die Transaktionsumsetzung zu Hilfe zu holen.“

Über Alvarez & Marsal

Weltweit vertrauen Unternehmen, Investoren und Regierungsstellen Alvarez & Marsal (A&M), wenn herkömmliche Ansätze nicht ausreichen, um wichtige Veränderungen voranzutreiben.

Seit 1983 in Privatbesitz, ist A&M ein weltweit führender Anbieter von ganzheitlichen Wertsteigerungsprogrammen, Turnaround- und Sanierungsberatung, Interims-Management Lösungen sowie holistischen und integrierten Beratungsdienstleistungen für forensische Untersuchungen und Transaktionen.

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Jürgen Zapf, M.D. bei Alvarez & Marsal: https://www.alvarezandmarsal.com/our-people/jurgen-zapf

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